Mittwoch, 15. Mai 2013

Maria von Schwarzrheindorf


Frischer Wind hat mir freundlicherweise die Himmelskönigin von Schwarzrheindorf fotografiert und geschenkt, die - wie ich finde - ein sehr liebes Gesicht hat.

Ich danke Dir.

Eine Gemeinde mit einer solchen Madonna kann trotz Event-Messe nicht ganz schlecht sein ;)

Dienstag, 14. Mai 2013

Sag ichs doch


Ein guter Artikel auf kathnet, der die Vorhersagen der Seherin "Die Warnung" analysiert.

Ich habe dazu schon einmal auf facebook kommentiert:

Die Angstmache in den Prophezeiungen, kombiniert mit der Weigerung sich für eine Untersuchung zu offenbaren und mit der katholischen Kirche zusammenzuarbeiten, und der ganze Duktus der angeblichen Offenbarungen durch Jesus und Maria, in dem richtige Wahrnehmungen des Weltgeschehens mit falschen vermischt werden weisen alle darauf hin, daß es sich um eine Durchsage handelt, die nicht von Gott kommt.

Ich habe es in meiner langjährigen Erfahrung mit medialen Durchsagen genauso erlebt. Der Böse ist ja nicht dumm, daher vermischt er Falsches mit Richtigem, und man denkt, daß das Falsche auch richtig sein müsse weil ja auch Richtiges dabei ist.

Ein weitere persönliche Erfahrung ist, daß eine falsche "Durchsage" immer mit Hochmut zu tun, der auch im Fall "Die Warnung" aus allen Knopflöchern quillt. Da mag das Medium noch so oft behaupten wie demütig es doch sei, Demut zeigt sich darin, daß man sich selbst zurücknimmt, anstatt zu behaupten man wisse es besser als alle anderen weil man der reine "Kanal" (daher der Begriff channeln) sei, durch den die göttlichen Botschaften absolut klar kommen im Gegensatz zu allen anderen Wahrsagern. Die wahren Heiligen waren immer demütig und haben sich nicht wichtig genommen und nicht wichtig gemacht, sondern im Gegenteil sogar versucht ihre Besonderheit zu verbergen, so wie Pater Pio das mit seinen Wundmalen versucht hat. Diese Heiligen haben Restriktionen akzeptiert, obwohl sie oft ungerecht verhängt wurden und sie sind daran gewachsen.

Liebe Anhänger dieses Mediums "Die Warnung", wir würden alle gerne mehr über das Morgen wissen und ich weiß daß es schwer ist sich von jemandem zu lösen, der mit der absoluten Wahrheit winkt und in aller Regel noch einen Kreis von Bewunderern hat, die glauben daß sie selbst etwas besonderes sind - ein kleiner geheimer Kreis von "Wissenden", auserwählt um die Welt zu retten - und auch diese Vorstellung ist hochmütig. Es ist das Urbild einer esoterischen Sekte.

Leider habe ich wenig Hoffnung jemanden mit diesem Appell erreichen zu können, denn es stimmt "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" - bei mir hat es über 20 Jahre gedauert bis die Früchte so reif waren, daß ich sie endlich sehen konnte und bis ich begriffen habe:

Der Retter der Welt ist schon gekommen, und das vor 2000 Jahren.

Deshalb nimmt sich die katholische Kirche so lange Zeit um über ungewöhnliche Phänomene zu urteilen: Es dauert oft sehr lange bis die Früchte reif sind und man erkennen kann wes Geistes Kind sie sind, das ist in der Religion ebenso wie in den politischen Ideologien.

Hier gehts zum Artikel.

Das Bild kommt von hier. :)

Montag, 13. Mai 2013

Bloggertreffen 2013


Da ich gerade mal wieder ziemlich viel zu tun hatte habe ich 2 Tage vor dem Bloggertreffen festgestellt, daß es 1) dieses Wochenende stattfindet und 2) daß ich mangels Beschäftigung damit überhaupt nicht weiß warum ich eigentlich dorthin fahre.

Na jetzt weiß ich es.

Es war interessant, lustig, tröstlich.

Interessant weil es neue Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Bloggern und offiziellen katholischen Stellen aufzeigte. Interessant auch der Einblick in Zwänge und Rücksichten, unter denen diese Offiziellen in vieler Hinsicht arbeiten. Es hat ein gutes Stück von Distanz zu ihnen weggenommen. Da lob ich mir schon das Bloggerleben, in dem man selbst entscheidet wie und wann und über was man schreibt, ohne daß man gleich die versammelte Presse an der Backe hat, die einen "grillt".

Lustig weil es schön war so viele von ihnen wieder zu sehen - trotzdem ich die anderen Blogger so selten sehe fühle ich mich ihnen verbunden - ich habe neue Freunde gewonnen - und außerdem können wir richtig gut zusammen feiern. Braut des Lammes: Wir haben Dich vermisst!

Tröstlich weil man unter Leuten ist, mit denen man beten und die Heilige Messe feiern kann, die am selben Strang ziehen, Leute, für die Mission kein Unwort ist, weil sie genau das tun wollen: Missionieren. Mit Gottes Hilfe und nach besten Kräften und mit größtmöglicher Zusammenarbeit untereinander und in unserer Heiligen katholischen Kirche.

Norbert Kebekus gebührt ein extra Dank, daß er sich immer wieder bemüht Türen zu öffnen und Leute zusammenzubringen, die sich von ihrem Milieu her eher fremd sind und sich nicht unbedingt gleich herzlich umarmen, deren Zusammenarbeit aber neue Wege öffnen kann.

Und Andreas Püttmann redete von einer Kirche, die zwar kleiner werden würde aber dafür mehr leuchten und wie er das sagte hat einen Nerv bei mir getroffen. Ich fühlte mich getröstet und ermutigt. Vielen Dank.

Das Bild kommt von hier. (Mangels beeindruckender bunter Netzwerkgrafik ein Sternenhaufen ;) )

Beiboot Petri hat wohl derzeit die aktuellste Linkliste zu den anderen Bloggerberichten.

Freitag, 19. April 2013

Ich steh sonst wenig auf Gedichten


aber hier mache ich eine Ausnahme: Hymnen an die Kirche von Gertrud von Le Fort

Das Beten der Kirche

Deine Gebete sind kühner als alle Gebirge der Denker!
Du baust sie wie Brücken ins Uferlose,
     du läßt sie wie Adler ins Schwindelnde steigen.
Wie Schiffe sendest Du sie in Meere des Unbekannten,
     wie große Seeschiffe in Wildnisse voller Nebel.
Der Welt graut bei deinen gefalteten Händen,
     und ihr ist bange bei der Inbrunst deiner Knie,
Ihre Lippen spotten vor Angst,
     und sie verriegelt sich in den Kammern ihrer Zweifel.
Denn du gibst sie der Ewigkeit preis bei lebendigem Leibe
     und heißt ihre Jahre verwesen, ehe sie vorüber:
Siehe, die Straßen, die von deinem Munde führen,
     sind Straßen ins Jenseits,
     und wohin deine Seele sich streckt, ist aller Kreaturen Ende!
Du aber kommst als eine Geschmückte aus der Wüste wieder
     und als eine Erleuchtete aus den Flügeln der Nacht!
Du kommst als eine Lebendige aus dem Abgrund
     und als eine Erhörte aus dem ewigen Schweigen.
Du kommst aus der Vernichtung wieder als eine,
     die Kraft fand,
     und kommst aus dem Unsichtbaren wieder als Gestalt.

Mittwoch, 17. April 2013

Verleumdung


Die Rosenkranzbeterin befaßt sich mit der "Kunst" der Verleumdung und stellt eine Anleitung der Stasi in ihren Blog. Das ist sehr erhellend und man lernt keineswegs nur für das Verhalten von Katholiken untereinander etwas davon, worauf sie hinweist, sondern diese Taktik wird besonders auch in unseren großartigen Medien gewohnheitsmäßig angewendet.

Lesen. Und dann Augen und Ohren aufhalten.

Dienstag, 2. April 2013

Viele Geschenke!


Nein, nicht an Ostereiern. Die Karwoche mit Ölberggebet, Karfreitag, Osternacht mit dem Beisammensein mit Leuten, die sich auch freuen daß Christus auferstanden ist, Ostersonntag und Ostermontag mit Gesang und Halleluja und Familie und nicht zuletzt gute Beichten machen etwas mit mir. Ich komme da heraus und verstehe mehr als zuvor von meinem Glauben.

Zum Beispiel die Ölberggebetsnacht von Gründonnerstag auf Karfreitag. Ich habe mich eingetragen für die ersten 2 Stunden. Mehr schaffe ich nicht, zum Schluß schlief ich fast im Sitzen ein, ich bin da auch nicht besser als die drei Jünger, die Jesus in dieser Nacht mit seiner Angst alleine ließen und einschliefen, anstatt mit ihm zu wachen und zu beten.

Und dennoch: Wir beteten diese Nacht in unserer Kirche in der kleinen Marienkapelle, die sonst kaum in Gebrauch ist. In dieser Nacht war es dort irgendwie familiär. Unsere sitzende Madonna mit dem Jesuskind auf dem Schoß in glattem Holz vermittelt den Eindruck von häuslicher Einfachheit. Unsere fast mannsgroße Ikone der Grablegung Christi, bei der Jesus von Maria, Maria Magdalena, Johannes und Petrus umgeben ist ist wie ein Bild von einer trauernden Familie - und plötzlich fühlte ich mich in diesem Raum ganz und gar familiär mit Jesus, der wie wir geboren wurde und eine Mutter hatte und wie wir gestorben ist: "Du bist ja wirklich unser Bruder!" und ich begann mit Jesus vertraut zu reden. "Aber wenn Du unser Bruder bist, wie kannst Du dann unser Richter sein?"

"Ich bin das Maß!"

Und das konnte ich unmittelbar verstehen. Wenn er das Maß  ist ist es vollkommen klar, daß wir nicht unmittelbar nach unserem Tod zu Gott gelangen können, sondern erst nach einer Zeit der Reinigung, im Fegefeuer eben, um uns Jesu Reinheit in der Liebe zu nähern.

Was diese Reinheit bedeutet wurde mir noch einmal klarer als ich den glorreichen Rosenkranz betete. Ich fragte mich warum es denn nicht reicht daß Maria von ihrem Sohn in den Himmel aufgenommen ist, sondern warum sie auch noch im Himmel gekrönt wird: Wie Jesus Christus war das Besondere an ihr ihre vollkommene Hingabe an den Willen Gottes. In der Esoterik bildet man sich viel darauf ein, daß man Dinge akzeptiert und nicht bekämpft, daß man mit seinem Lebensstrom fließt.

Um das Akzeptieren geht es auch bei unserem Glauben, um das Akzeptieren des Weges, den Gott für uns gedacht hat, wie immer er auch aussehen mag. Wir versuchen aber auf diesem unserem Weg nicht, uns selbst zu vervollkommnen, sondern so aufopferungsvoll lieben zu lernen wie Jesus das getan hat. Und wir versuchen Jesus so vollkommen zu lieben wie seine Mutter Maria das getan hat. Das können wir nicht alleine, deshalb bitten wir Maria um Hilfe.

Es ist das Problem der gefallenen Engel daß sie darauf bestehen, für immer den von Gott für sie gewollten Weg zu verweigern, und das ist die eigentliche Sünde, weil sie damit vor allem verweigern sich lieben zu lassen und Liebe zu geben. Sie weigern sich in den vollkommenen Kreis der Liebe einzutreten, den der Vater und der Sohn im Heiligen Geist ununterbrochen in dynamischem Austausch bilden, und in den sie uns einladen. Was wir anbeten und wohin wir wollen ist die vollkommene Liebe.

Das Bild kommt von hier.

Donnerstag, 14. März 2013

Über die vierfache Demut


Hier ist ein sehr guter Artikel von Geistbraus. Daß persönliche Demut bei Priestern oftmals von ihnen selbst und von ihren Pfarrkindern mit der Demütigung ihres Amtes verwechselt wird und so das Amt und letztlich Gott und unsere verstorbenen Mitchristen durch diese falsch verstandene Demut gedemütigt werden statt sie zu ehren, ist mir oft begegnet. Wenn ein Priester sein Amt nicht ehrt weil er sich demonstrativ schämt als Alter Christi zu handeln, oder Gläubige das von einem Priester erwarten sind beide hochmütig vor Gott und den Ahnen der Kirche, und nicht demütig. 

Der Artikel von Geistbraus macht das sehr gut klar.

Geistbraus macht das an unserem neuen Papst Franziskus fest - was das betrifft warte ich allerdings erst einmal ab, fasse mich in Geduld und bin neugierig. Ich vertraue da auf den Heiligen Geist und wenn es dann woanders lang geht, als ich das für richtig halte, denke ich hofffentlich ;) erst mal darüber nach ob ich denn vielleicht auch unrecht haben könnte - jedenfalls hab ich mir das so vorgenommen ... Garantien werden keine gegeben....

Aber wozu bin ich katholisch wenn ich nur mit einem einzigen Papst kann?